Ärger mit dem Service-Pack 3?

23. Oktober 2008 von Alexander Moll (Kommentare: 0)

Pflaster für das Betriebssystem
Illustration

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sein Betriebssystem mit allen aktuellen Patches des Herstellers auszustatten. Damit werden kritische Sicherheitslücken geschlossen und gelegentlich auch neue Funktionen integriert. Der heimische PC sollte seinen Dienst anschließend eigentlich sicherer und stabiler verrichten. Mit der automatischen Updatefunktion, z.B. von Windows XP, ist die Aktualisierung dazu auch noch bequem und schnell erledigt. Doch leider ergeben sich genau daraus manchmal große Schwierigkeiten.

In den vergangenen Wochen erreichten uns immer häufiger Anfragen frustrierter XP-Anwender, die über das Auto-Update das "Service Pack 3" installiert hatten. Danach kam es teilweise zu gravierenden Fehlfunktionen. Vereinzelt verweigerte Software von Drittanbietern (z.B. Desktop-Modding-Tools oder Security-Suites) den Dienst, häufiger war der Zugang zum WLAN und/oder Internet blockiert, und in einem Fall ging sogar der vollständige Inhalt eines E-Mail-Programms verloren.

Wer von solchen Problemen betroffen ist, sollte das Service Pack 3 vorerst besser nicht verwenden. Über die Systemwiederherstellungsfunktion von Windows XP kann dazu der Softwarestand vor der Installation wiederhergestellt werden. Wer diese nicht über den Weg

Start -> Systemsteuerung -> Leistung und Wartung -> Systemwiederherstellung

aufrufen kann, sollte über

Start -> Ausführen die Datei C:\Windows\system32\restore\rstrui.exe starten.

Wichtig ist dabei, dass ein Nutzer mit Administratorrechten angemeldet ist. Über die Funktion "Computer zu einem früheren Zeitpunkt wiederherstellen" kann dort der Tag der Installation im Kalender ausgewählt und das Service Pack 3 damit deinstalliert werden.

Damit dieses nicht über das Auto-Update erneut den Weg zurück auf den PC findet, kann die Installation mit einem einfachen Programm dauerhaft blockiert werden. Trotzdem kann es hinterher immer noch per Hand installiert werden (z.B. über "Microsoft Update"), nur das automatische Update wird unterbunden.

Foto: © Andreas Stix / PIXELIO

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